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Fabienne und Tobias Rutschi, Jodelduett Geschwister Rutschi

Eine Interview-Reihe zum Thema: Warum ich jodle

Tobias Rutschi wollte als Kind zunächst nichts von einem Jodelchörli wissen. Dann besuchte er eine Probe und blieb dabei. Seine jüngere Schwester Fabienne folgte ihm später. Heute jodeln die beiden im Chelleländer Jodelchörli Bauma und treten gemeinsam als Duett auf. Im Interview erzählen sie, was sie am Jodeln begeistert und warum die Menschen im Chor für sie so wichtig sind.

Steckbrief:

Tobias: 25 Jahre, Baumaschinenmechaniker
Fabienne: 23 Jahre, Serviceangestellte
Engagement: Mitglieder des Chelleländer Jodelchörli Bauma
Duett: Jodelduett Geschwister Rutschi aus Gibswil
Instagram: @chellelanderjodelchorli_

Erst skeptisch, dann begeistert

Tobias war etwa fünf Jahre alt, als seine Grossmutter eine Ausschreibung für einen Kinderjodelchor entdeckte. Er wollte zuerst nicht hingehen. Doch nach der ersten Probe hatte ihn das Jodeln gepackt.

Fabienne kam später dazu. Als sie ihren grossen Bruder mit dem Kinderchörli auftreten sah, wollte sie selbst Teil der Gruppe sein. Nicht nur Tobias motivierte sie: Auch das Zusammensein mit den anderen Kindern gefiel ihr. Aus diesen ersten Erfahrungen wurde für beide eine Leidenschaft, die sie bis heute begleitet.

‹Da reicht ein Blick.›

Mehr als gemeinsam singen

Im Jodelchor haben Fabienne und Tobias Freundschaften über Generationen hinweg gefunden. Sie erzählen von einem familiären Umgang, bei dem junge und ältere Mitglieder gleichermassen dazugehören. Auch ausserhalb der Proben verbringen sie Zeit miteinander.

Gerade dieser Zusammenhalt hält ihre Freude am Jodeln lebendig. Wer zu einer Probe kommt, erlebt aus ihrer Sicht schnell, dass ein Chor mehr sein kann als ein Ort zum Singen.

Zwei Stimmen, ein vertrautes Gefühl

Neben ihren Auftritten mit dem Chor stehen Fabienne und Tobias auch als Jodelduett Geschwister Rutschi auf der Bühne. Dabei hilft ihnen, dass sie einander so gut kennen. Beim Proben brauchen sie oft nur wenige Worte, um zu spüren, wie sie ein Lied gestalten möchten. Manchmal genügt ein Blick.

Bis sie sich für ein Lied entscheiden, kann es allerdings etwas länger dauern. Auch darüber sprechen die beiden im Interview mit einem Augenzwinkern.

Junge Menschen fürs Jodeln begeistern

Fabienne und Tobias wünschen sich, dass junge Menschen leichter einen Zugang zum Jodeln finden. Sie kennen die Herausforderung beim Wechsel vom Kinderchor in einen Erwachsenenchor aus eigener Erfahrung. Jugendchöre und Jodellager können dabei helfen, weiterzusingen und neue Freundschaften zu schliessen.

Tobias engagiert sich inzwischen auch als Chorleiter. Er weiss, wie viel Zeit die Vorbereitung und die Proben verlangen. Die gemeinsamen Auftritte und die Wertschätzung im Chor geben ihm dafür viel zurück. Beide hoffen, dass noch mehr junge Menschen entdecken, was hinter dem Jodeln steckt: Musik, Gemeinschaft und Freundschaften.