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Angelika Lusti, Fachfrau Betreuung und Mitglied der Jodlergruppe Stockberg

Eine Interview-Reihe zum Thema: Warum ich jodle

Jodeln begleitet Angelika Lusti schon seit ihrer Kindheit. Aufgewachsen im Toggenburg, wurde ihr die Freude daran von ihrer Mutter mitgegeben. Heute ist die 24-Jährige Mitglied der Jodlergruppe Stockberg und verbindet mit dem Jodeln vor allem Familie, Gemeinschaft und gelebte Tradition.

Steckbrief:

Alter: 24 Jahre
Beruf: Fachfrau Betreuung in der KiTa Wattwil
Engagement: Mitglied der Jodlergruppe Stockberg
Instagram: @jodlergruppestockberg

Von der Familie zum Jodeln

Für Angelika gehört das Jodeln seit ihrer Kindheit zum Leben. Gemeinsam mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern wurde zu Hause, im Stall oder bei Verwandten gesungen und gejodelt. Besonders ihre Mutter gab ihr die Freude daran weiter.

Bereits in der vierten Klasse schloss sich Angelika den Jungen Jodlern an. Auch als sie später eine Pause vom Vereinsleben machte, verschwand das Jodeln nie aus ihrem Alltag. Schliesslich führte sie ihr Weg zur Jodlergruppe Stockberg – dorthin, wo auch ihre Mutter jodelt.

‹Das Jodeln geht bei mir sehr stark über die Familie und über den Zusammenhalt.›

Tradition und Verbundenheit

Auf einem Bauernhof im Toggenburg aufgewachsen, erlebt Angelika das Jodeln nicht nur als Hobby. Es gehört für sie zu Traditionen, zur Familie und zu besonderen gemeinsamen Momenten.

Gerade diese Verbundenheit ist ein wichtiger Grund, weshalb sie das Jodeln weiterführen möchte. Gleichzeitig schätzt sie die Gemeinschaft innerhalb der Jodlergruppe. Unterschiedliche Generationen kommen zusammen, Freundschaften entstehen und das gemeinsame Singen verbindet.

‹Diese Tradition ist mir wirklich sehr wichtig.›

Ein besonderer Auftritt am Klangfest

Mit der Jodlergruppe Stockberg war Angelika im Mai 2026 auch am Klangfest der Klangwelt zu erleben. Besonders in Erinnerung geblieben ist ihr das gemeinsame Singen mit weiteren Chören und die Begegnung mit anderen musikalischen Ausdrucksformen.

Für Angelika war es eindrücklich zu erleben, wie unterschiedliche Stimmen und Gruppen zusammenfinden. Neue Lieder auszuprobieren, voneinander zu lernen und gemeinsam einen grossen Klang entstehen zu lassen, machte den Auftritt für sie zu einem besonderen Erlebnis.

‹Das war wirklich sehr eindrücklich.›

Einfach ausprobieren

Wer gerne singt, sollte dem Jodeln aus Angelikas Sicht einfach eine Chance geben. Denn Jodeln bedeutet auch, die eigene Stimme auf eine neue Art kennenzulernen, andere Klänge und Vokale auszuprobieren und gemeinsam mit anderen etwas entstehen zu lassen.

Vor allem die Verbindung von Tradition und Gemeinschaft möchte Angelika jungen Menschen näherbringen.

‹Es ist für jeden einmal eine coole Erfahrung, das auszuprobieren.›

Tradition, die weiterlebt

Dass Tradition für Angelika weit über das Jodeln hinausgeht, zeigt auch ihre Verbindung zur Toggenburger Tracht. Bereits während ihrer Schulzeit beschäftigte sie sich im Rahmen einer Projektarbeit mit Trachten und nähte gemeinsam mit ihrem Grossvater eine eigene Toggenburger Tracht.

Heute trägt sie ihre Trachten gerne bei Auftritten und besonderen Anlässen. Für sie gehören Jodeln, Familie und regionale Tradition zusammen – und genau diese Freude möchte sie weitertragen.